Umbau/Sanierung Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin - Bauplanung, Projektsteuerung und Bauprojektmanagement SHP Architekten, Dresden

Sanierung und Umbau eines ehemaligen Militärgerichtsgebäudes zum Verwaltungsgebäude der Bundesanstalt und Addition eines außenliegenden Aufzugs in Stahlbeton und Glas

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  • SHP-Bauprojekte.de-B-16-Bild-4: © SHP Architekten GmbH
Bauherr
Bundesrepublik Deutschland, SIB Niederlassung Radeberg
Kategorie
Kenndetails

Denkmalschutz (Objektliste nach §10 SächsDSchG)
Obj.-Dok.-Nr. 09218869 (Kulturdenkmal)

Bauwerkszuordnungskatalog (2021)
1333 (Verwaltungsgebäude mit Prüf- u. Untersuchungsfunktion)
4940 (Baudenkmal)

Flächen / Rauminhalte (DIN 277)
2.119 m² Nutzfläche (NF)
19.556 m³ Bruttorauminhalt (BRIa)

Kosten (DIN 276)
3.859.000 € BWK (KG 300 + KG 400)
4.630.000 € GBK (KG 200 – KG 700)

Termine
01.1996 bis 06.1998 Planung
09.1996 bis 07.1998 Bauausführung
07.1998 Inbetriebnahme

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Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin - Bauplanung, Projektsteuerung und Bauprojektmanagement SHP Architekten, Dresden
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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Planungsleistungen SHP

Objektplanung LP 2 bis 8

Funktion

Verwaltungsnutzung/Büros
Schwingungsmesslabore
Seminarräume
Grafikwerkstatt
Bibliothek

Besonderheiten

Dachgeschossausbau für Bibliotheksnutzung und Grafikwerkstatt
Bauhistorische Befundung
barrierefreie Erschließung
Denkmalschutz (Einzeldenkmal)

Aufgabe

Als Militärgericht in den Jahren 1901 / 02 erbaut und mit aufwendiger Sandsteinfassade versehen, gehört es in die Reihe großen Dresdner Repräsentationsbauten. Imposant thront das Gebäude auf einer Anhöhe am Rande der historischen Militäranlage im Dresdner Norden. Verkehrsmäßig heute in einer Sackgasse gelegen, ist dieses imposante Bauwerk jedoch vielen unbekannt.

Zudem war das Gebäude bis 1993 abgeschirmt, da von den sowjetischen Streitkräfte als Kommandantur genutzt. Permanente Umbauten führten zum lokalen substantiellen und strukturellen Verlust des Originals, mangelnde Pflege zu erheblichen Bauschäden.

Entwurfskonzept

Der Erhalt der noch originalen Substanz und eine Zurückführung auf die ursprünglichen Strukturen war Schwerpunkt der umfassenden baukonstruktiven und anlagentechnischen Sanierung. Verloren gegangene Bauteile wurden konsequent in neuer Formensprache ergänzt, wobei als verbindenden Element zwischen neu und alt eine einheitliche Farbgebung fungierte. Beispielsweise wurden ein Großteil der historischen Fenster und Türen wieder aufgearbeitet.

Zur Herstellung der Nutzungsfähigkeit durch mobilitätseingeschränkte Personen wurde ein außen liegender Aufzug aus Stahlbeton und Glas addiert.

Umsetzung

Basis der planerischen Umsetzung war zunächst eine umfassende baumaterielle und bauhistorische Befundung, aus der im nächsten Schritt ein denkmalpflegerisches Konzept und der planerische Entwurf für die Neubauteile entwickelt wurde.

Das Objekt wurde termingerecht übergeben. Die genehmigten Kosten wurden um ca. 10% unterschritten.

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